Kohlenstoffdioxid in Klassenräumen – warum ist das in Corona-Zeiten wichtig?

Die Senatsschulverwaltung hat vielen Schulen Messgeräte zur Verfügung gestellt, um den Kohlenstoffdioxidgehalt während der aktuellen Corona-Pandemie überprüfen zu können. An der BTG wurden Messungen in Klassenräumen durchgeführt, und die Ergebnisse lassen einige Erkenntnisse zu.

Die wesentliche Punkte bei der Ermittlung eines günstigen Lüftungsregimes in Klassenräumen der BTG sowie der Abgleich mit den Senatsvorgaben sind:

  • Die Lüftung zeigte sich am effektivsten, wenn die oberen und die unteren Fester geöffnet werden, noch besser ist ein Querlüften.
  • Ein Abstand zwischen den Lüftungsperioden von 30 Minuten ist zu lang, da sich zeigte, da der maximale Innenraumrichtwert überschritten wurde. Der Überschreitung kann aber mit den erwähnten kürzeren Lüftungsintervallen von 20 Minuten im Sinne der Senatsvorgabe gut begegnet werden.
  • Die Dauer einer ausreichenden Lüftung kann bei Einbeziehung der oberen Fensterreihe 5 Minuten betragen. Allerdings sind große Räume auch bei mittlerer Personenbesetzung länger zu lüften, weil der Luftaustausch längere Zeit in Anspruch nimmt.

Weiterhin wurde gefunden:

  • Für die Zunahme des Kohlenstoffdioxid‐Gehaltes in BTG‐Klassenräumen bei geschlossenen Fenstern wird ein generell gültiger Koeffizient vorgeschlagen.
  • Grundsätzlich ist das eingesetzte Messgerät nicht geeignet, spezifisch Coronaviren‐haltige Aerosolpartikeln zu detektieren, da einerseits das Gerät nicht zwischen Feinstaub und Aerosole unterscheiden kann und andererseits das Diffusionsverhalten von Feinstaub bzw. Aerosolen sich extrem von dem von Kohlenstoffdioxid unterscheidet.

Einige Schülerinnen und Schüler waren an der Aufnahme der Messdaten beteiligt. Vielen Dank an Lucy, Justin, Paul, Taim, Samir, Mason und Sidra.

Lesen Sie hier den vollständigen Bericht [PDF].

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